Werdegang

 Vita


Nach dem Abschluss der zehnklassigen Schulbildung in Coswig/Sa. absolvierte ich eine Berufsausbildung zum Werkzeugmacher mit dem Ausbildungsschwerpunkt Schnittwerkzeuge und Rationalisierungsmittel. Nach der Ausbildung arbeitete ich einige Monate im Bereich Rationalisierungsmittelbau und nach meinem Wehrdienst ein halbes Jahr im Bereich des Präzisionsschleifens.

Danach schloss sich ein dreijähriges Fachschulstudium in der Vertiefung Allgemeiner Maschinenbau an der Ingenieurschule "Rudolf Diesel" in Meißen an. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag hierbei in der konstruktiven Gestaltung von Maschinenelementen.

Nach der deutschen Einheit entstanden aus der Sicht der Qualifizierung neue Anforderungen aber auch neue Möglichkeiten. Der bisher erwobene Abschluss erwies sich im vereinten Deutschland als nicht ausreichend für eine Beschäftigung im Ingenieurberuf. Ich schloss daher ein Hochschulstudium mit der Vertiefung Produktionstechnik an der TU Dresden an. Somit bin ich in der Lage, die Fertigung aus der Sicht des Produktdesigns zu sehen bzw. umgekehrt. 

Während des Hauptstudiums Produktionstechnik war ich nahezu dauerhaft als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Abtrenntechnik / Lasertechnik beschäftigt. Bereits während dieser Zeit wurde ich mit der eigenständigen Durchführung von F&E-Projekten betraut. Dabei wurden mir inhaltlich große Freiräume gewährt. Ich erhielt aufgrund meiner Fähigkeiten bereits zu dieser Zeit die Möglichkeit, an Verhandlungen mit den Industriepartnern aktiv teilzunehmen. Zum Aufbau des damals neu entstehenden Arbeitsgebietes Funkenerosion trug ich entscheidende Inhalte bei.

Nach dem Abschluss des Studiums wurde ich am Lehrstuhl Abtrenntechnik / Lasertechnik als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt und bearbeite F&E-Projekte im direkten Kontakt mit der Industrie auf Drittmittelbasis. Schwerpunkte waren die Funkenerosion und zerspanende Verfahren. Später wurde ich als wissenschaftlicher Assistent weiterbeschäftigt und erhielt hierbei die Möglichkeit, neben industriellen Projektaufgaben die Arbeiten für meine Dissertation durchzuführen. In dieser Zeit wurde ich stärker in die universitäre Ausbildung eingebunden und erhielt die Möglichkeit, für eine Gemeinschaftsvorlesung zur Thematik Abtragender Bearbeitungsverfahren, den Vorlesungsschwerpunkt der Funkenerosiven Verfahren sowie die organisatorische Leitung zu übernehmen.

Im Zeitraum 2001 bis 2004 erarbeitete ich meine Promotionsschrift zu einer anwendungsnahen Thematik der Funkenerosion und verteidigte sie sehr erfolgreich im Juni 2005. Hierbei konnte ich meine persönlichen Fähigkeiten wie selbständige Entscheidungsfähigkeit, analytisches Denken und Belastbarkeit weiter ausbauen.

Durch die ständige Kontaktpflege mit Industriepartnern und den Einsatz in der universitären Ausbildung eignete ich mir ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten an. In meiner Tätigkeit bei der Heun Funkenerosion GmbH konnte ich meine Erfahrungen in der Projektarbeit und im Projektmanagement in der Industrie vertiefen.

In meiner letzten Beschäftigung als Gruppenleiter am Fraunhofer IWU in Chemnitz arbeite an der Verfahrensentwicklung für zerspanende Verfahren mit geometrisch bestimmter und unbestimmter Schneide. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Bearbeitung von Werkstoffe mit Mischhärten > 1000 HV mit geometrisch bestimmter Schneide.

Derzeit baue ich am Institute of Materials and Processes an der Hochschule Karlsruhe die Arbeitsgruppe Abtragende Verfahren auf.